Hilfswerk CFI

Children's Future

Children's Future ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO). Sie unterstützt gefährdete, von den Eltern verlassene oder auf sich selbst gestellte Kinder im Nordwesten Kambodschas.

Ziele von CFI sind Sicherheit, Gesundheit, Bildung und Wertschätzung für jedes Kind, damit es sein menschliches Potenzial entfalten kann. CFI will den Zyklus der Armut durchbrechen und gut ausgebildete, selbstbewusste und mitfühlende Persönlichkeiten entwickeln, die in ihrem Umkreis als Beispiel und positive Identifikationsfigur wahrgenommen werden.

Wenn Armut oder Krieg ein Land treffen, sind die Kinder schon vom ersten Augenblick an die Opfer. Sie sind auch Opfer oft folgender gesellschaftlicher Zerrüttung. Hunger, Kinderarbeit, Ausbeutung, Analphabetismus, Krankheiten sind das Eine. Zerstörte Zukunftschancen sind das Andere.

CFI & Gönnerverein

Der Gönnerverein CFI fördert Projekte, welche durch die Organisation Children's Future (CFI) durchgeführt werden. Diese unterstützt gefährdete und marginalisierte Kinder im Nordwesten Kambodschas. CFI betreibt in der Nähe der Stadt Battambang eine Schule sowie Projekte, die darauf zielen, Kinder in ihren Dörfern und Familien zu unterstützen. Die Aufrechterhaltung und Förderung der Familienstrukturen ist eine von CFIs Prioritäten. Nur in äussersten Notfällen – wenn ihre Sicherheit nicht anders gewährleistet werden kann – nimmt CFI Kinder in Obhut.

Der Gönnerverein arbeitet unentgeltlich und die Mitglieder des Vorstands bestreiten die Kosten zur Ausübung ihrer Funktionen selber. Der Verein hat zum Ziel, mit minimalen administrativen Ausgaben vor allem die Gesundheitskosten der Kinder zu decken und möglichst viele konkrete Projekte zu unterstützen.

Die Lage in Kambodscha

Noch immer leidet Kambodscha unter den Folgen des Regimes der Khmer Rouge. Zwischen 1975 und 1979 wurden ungefähr zwei Millionen Menschen (ein Viertel der damaligen Bevölkerung) ermordet oder starben an den Folgen von Unterernährung und heilbaren Krankheiten. Darunter waren viele Ärzte, Lehrer, Ingenieure und andere gut ausgebildete Personen. Krankenhäuser und Schulen wurden zerstört, Familien auseinandergerissen. Davon hat sich das Land weder wirtschaftlich noch sozial erholt.

Heute leben in Kambodscha rund 14 Millionen Menschen, die meisten von ihnen auf dem Land, das sie für den Eigenbedarf bewirtschaften. Fast 80 Prozent leben von weniger als 2 US-Dollar am Tag. Wer kein eigenes Land besitzt, ist noch ärmer dran. Viele Kriegsminen bedrohen nach wie vor die Landarbeiter. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis alle geborgen sind. Zudem hemmen das tiefe Bildungsniveau, die mangelnde Infrastruktur und fehlende Spitäler und Schulen die wirtschaftliche Entwicklung Kambodschas. Die HIV-Infektionsrate ist die höchste in Südostasien.

Kinder leiden am meisten

Am meisten leiden die Kinder – unter Hunger, Missbrauch, prekären Familienverhältnissen, schlechten Schulen und fehlenden Kindergärten. Mehr als 200 Tausend Kinder gehen erst gar nicht in die Schule – zum Beispiel, weil sie für ihre Familie Geld verdienen, sich um die Geschwister kümmern müssen, oder weil wegen mangelnder Ernährung ganz einfach die Kraft fehlt. Einige der ärmsten Familien verkaufen ihre Kinder, weil sie sie nicht ernähren können oder um Schulden zu begleichen. Viele dieser Kinder sind danach Kinderarbeit und sklavenähnlichen Bedingungen ausgesetzt. Viele Mädchen enden in der Prostitution (s. auch Text unten).

Kindern eine Chance geben

Wo die Förderung durch Eltern und Lehrer fehlt, will die Organisation CFI Kindern ein liebevolles Umfeld verschaffen und den nötigen Antrieb und das Selbstvertrauen geben, ihr Potenzial und ihre Talente zu entfalten. So sollen sie als selbstbestimmte Persönlichkeit den Weg aus der Armut finden.

Children's Future ist eine kleine, lokal verankerte gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO). CFI will, dass jedes Kind Sicherheit und Wertschätzung erfährt, gesund bleibt und den Weg zur Bildung findet. CFI will den Zyklus der Armut durchbrechen und gut ausgebildete, selbstbewusste und mitfühlende Persönlichkeiten entwickeln.

Deswegen konzentriert sich CFI auf qualitativ hoch stehende Arbeit und will nur sehr bemessen wachsen. Dafür sollen den Kindern eine hohe Betreuungsqualität und Ausbildung gewährleistet werden. Jedes Kind wird individuell und nach Möglichkeit in enger Zusammenarbeit mit der Familie gefördert.

Kinderprostitution

Wer sich näher mit Kambodscha befasst, wird schnell auf das Thema der modernen Sklaverei und der Kinderprostitution stossen. Arme Kinder sind die schwächsten Glieder in der menschlichen Gesellschaft. In der Kette der Ausbeutung sind sie die ersten. Kinderprostitution ist eine der dunkelsten Seiten von Armut und fehlender Bildung. Dank der Familienhilfe und der Einschulung der Kinder, aber auch mit rigorosen Kontrollen und einem intensiven Kontakt mit allen Betroffenen und weiteren Hilfsorganisationen kämpft CFI täglich gegen die Ausbeutung von Kindern.

Das folgende Video (in englischer Sprache) gibt eine gute Übersicht über die Situation der Kinder als Sexsklaven in Kambodscha.

Trailer for the documentary Redlight – Narrated by Lucy Liu » (2.5 minutes)